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Neuigkeiten Rudelradeln

Critical Mass | Rudelradeln Juni 2026

Der Juni ist fast vorbei und am letzten Freitag im Monat starten wir gegen 18:30 Uhr am Marktplatz und enden dann auf ein Getränk im Freibadpark. Herzlich eingeladen sind alle Menschen mit allen Sorten Fahrrädern. Wir stellen wieder eine Tour zusammen, die möglichst Bundesstraßen meidet und fahren in gemütlichem Tempo, so dass alle mitkommen. Lasst uns Lübbecke zeigen, dass es uns gibt und dass wir auch Raum brauchen!

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Neuigkeiten

Abschlusstour Stadtradeln 2026

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Neuigkeiten Presse

Tödlicher Unfall | Ghostbike aufgestellt

In Absprache mit den Angehörigen haben wir am 27.05.2027 eine Gedenkstätte für die in Blasheim getötete Radfahrerin errichtet hat. 

Am 10.04.2026 fuhr ein Auto auf der Blasheimer Straße. Vermutlich aufgrund der zumindest laut Zeugenaussagen deutlich erhöhten Geschwindigkeit konnte der Fahrer der an der Ecke Kirschenallee in einem Knick verlaufenden Straße nicht mehr folgen und flog rechts aus der Kurve heraus in die Baumreihe. Dabei riss er eine auf dem rechtsseitigen Radweg fahrende 60-jährige Radfahrerin mit, die noch an Ort und Stelle verstarb.

Wir würden es sehr begrüßen, wenn Sie die Errichtung der Gedenkstelle als Anlass nehmen würden, eine Nachberichterstattung vorzunehmen, um die Öffentlichkeit über die genaueren Hintergründe, die seitens der Polizei und der Unfallkommission inzwischen recherchiert worden sein dürften, zu informieren.

Seit 2019 setzen wir uns in Lübbecke für eine verbesserte Infrastruktur ein, damit aus Gründen der Lebensfreude im städtischen Alltag, der Gesundheit und des Klimaschutzes mehr Menschen das Rad nutzen. Wir setzen uns auch dafür ein, dass es eine fehlerverzeihende Infrastruktur gibt, d.h. die Infrastruktur so angelegt ist, dass Fehler von Beteiligten möglichst nicht gleich zu Kollisionen und damit Verletzungen oder Tötungen führen, sondern abgefangen, in ihren Auswirkungen gemildert werden. In diesem Beispiel aus Blasheim aber war die Infrastruktur nicht das entscheidende Problem, denn es handelt sich um einen baulich getrennten Radweg. In diesem Fall zeigt sich deutlich, dass neben der Infrastruktur auch jeder und jede Einzelne durch ihr Verhalten und ihre körperliche Fitness eine Mitverantwortung für das reibungslose und verletzungsfreie Verkehrsgeschehen hat.

Wir wissen nicht, was die Ursache für die Kollision war oder für die vermutliche Geschwindigkeitsübertretung. Es ist nicht auszuschließen, dass es gesundheitliche Ursachen gab, die zu einer Unfähigkeit zu Bremsen oder zu Reagieren geführt haben. Jeder Fall ist individuell. Aber es gibt auch statistische Eckdaten und laut Jan Nordhoff, einem Polizisten und Autor einer einschlägigen Studie zur Unfallberichterstattung sind ganze 93 % aller sogenannten „Unfälle“ vermeidbar, weil ihnen menschliches Fehlverhalten zugrundeliegt. Ja, Menschen machen Fehler, das wird sich nie ganz vermeiden lassen. Aber oftmals ist fahrlässiges Verhalten mit von der Partie. Es muss unseres Erachtens in diesem Land ein Umdenken stattfinden, dass überhöhte Geschwindigkeit, Alkohol, Drogen, gedankenlose Unaufmerksamkeit und Handygebrauch sowie Kraftprotzerei und toxische Männlichkeit am Steuer keine Kavaliersdelikte sind, sondern fahrlässige potentielle Gewaltanwendung gegenüber Dritten mit möglicherweise tödlichen Folgen. 

Diese möglichen Folgen sollten sich alle Verkehrsteilnehmenden des Öfteren vor Augen führen, um sich zu fragen, ob ihr eigenes Verhalten wie Konzentration auf weitere Insassen anstatt auf das Fahren, morgendliche Hektik, weil man wie immer etwas zu spät losfährt und dennoch pünktlich zur Arbeit erscheinen will, Fahrweisen, die mit „Ups, da war ich etwas schnell unterwegs“ begleitet werden. Bei der Zeremonie war auch ein befreundetes Ehepaar der Toten anwesend. Sie berichteten uns erschüttert von ihren Erfahrungen und auch denen von ihnen bekannten Angehörigen und Nachbarn rund um die Kreuzung. Für alle war die Kollision ein einschneidendes Erlebnis.

Laut Jan Nordhoff sind je Verkehrskollision durchschnittlich 114 Personen mit den Folgen befasst. Darunter Einsatzkräfte und medizinisches Personal, die Verletzte und Leichen bergen müssen, Zeug*innen, Angehörige, Freundinnen und Freunde, Arbeitsumfeld u.v.m. 114 Menschen, die einen Verlust oder schwere Verletzungen anderer Menschen, teils nahestehender Menschen, erleben und verarbeiten müssen. Neben körperlichen gehören auch psychische Probleme, nicht nur bei den Opfern, zu den üblichen Folgen. Letztendlich bleiben auch die Verursacher*innen, sofern sie nicht verroht sind, nicht verschont: Einen anderen Menschen schwer verletzt oder gar getötet zu haben belastet oft genug ein Leben lang, vor allem dann, wenn man weiß, dass man fahrlässig gehandelt hat. All dessen sollte man sich bewusst sein, wenn man sich ans Steuer setzt. Leitlinie des Fahrens sollte stets sein, umsichtig, verantwortungsbewusst und fehlerreduzierend zu fahren.

Wir wünschen der Familie, dass sie ihren Verlust mit der Zeit verkraftet und dass die Gedenkstätte eine würdige Erinnerung aber auch Mahnung an alle Verkehrsteilnehmer*innen darstellt.

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Demo Kidical Mass Neuigkeiten Rudelradeln

Fahrrad Termine im Mai

Infostand und Aktion rund ums Kinderfest am 09.05

Wir sind wieder mit einem Stand beim Lübbecker Kinderfest dabei und informieren rund um das Thema Rad, während die Kinder etwas basteln können, um ihr Rad zu verschönern

25.05.2026 Mühlentag und Start ins Stadtradeln 2026

Wir starten am Pfingstmontag in drei Wochen Radfahren: Probiert einfach mal aus euer Rad als Alltagsfahrzeug zu nehmen und liefert Euch nebenbei einen kleinen Wettstreit wer die meisten Kilometer sammelt.

Gerne auch deinen Kollegen und Freunden zeigen
Rudelradeln | Critical Mass am 29.05.2026

Zeigt mit uns gemeinsam, dass wir mehr Platz fürs Rad brauchen. Start ist wieder um 18:30 Uhr am Marktplatz Lübbecke

31.05.2026 Kiddical Mass Demo und Fahrradfest

Zusammen mit dem ADFC und den Landfrauen stellen wir wieder ein Fahrradfest im Innenhof am Alten Amtsgericht auf die Beine. Bevor wir feiern, wollen wir zusammen mit den kleinsten Verkehrsteilnehmern für sichere Wege demonstrieren. Alle Infos gibt es bei einem Klick aufs Bild.

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Neuigkeiten Rudelradeln

Critical Mass | Rudelradeln April 2026

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Neuigkeiten

Fahrradstraße feiern

Die offizielle Einweihung der ersten Fahrradstraße findet am Donnerstag, den 16.04.2026, um 15:00 Uhr statt und du bist eingeladen!

Wenn du mit uns die Eröffnung der ca. sechs Kilometer langen Strecke feiern möchtest, dann sei passend um 15:00 Uhr am Spielplatz an der Kreisbahnstraße (nahe Haus Nr. 7):

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Bürgermeister Philipp Knappmeyer wird eine kurze Rede zur Eröffnung halten.

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Neuigkeiten Rudelradeln

Critical Mass | Rudelradeln, es geht wieder los

Wir starten diesen Monat wieder in die Critical Mass | Rudelradeln Saison! Gleich zum Start haben wir einen Höhepunkt auf der Route, der bald offiziell eröffnet wird.

Neugierig, was wir meinen ? Einfach mitfahren und erleben. Es geht wieder am Freitag, den 27.3.2026 ab 18:30 Uhr vom Marktplatz Lübbecke los.

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Neuigkeiten

Wortwahl beeinflusst Wahrnehmung

Dies war die Einleitung unserer Sprecherin Petra Spona zur Veranstaltung „Framing in der Verkehrsunfallberichterstattung durch Polizei und Medien“ am 05.03.2026 im Alten Amtsgericht.

Guten Abend zusammen mein Name ist Petra Spona und ich bin Sprecherin der Initiative pro Fahrrad, die sich seit 2019 für die Verbesserung der Radverkehrssituation in Lübbecke einsetzt.

Immer mal wieder, wenn wir auf unseren Treffen zusammensitzen, sind Unfallberichte aus der Zeitung Thema unserer Gespräche. Dabei ärgern wir uns oftmals darüber, wie über den Vorfall berichtet wird. Je länger wir uns mit dem Thema beschäftigt haben, desto mehr wurde aber ein grundsätzliches Problem deutlich, das uns mittlerweile viel wichtiger ist: Diese Berichte sind leider aktive Beiträge dazu, die Verkehrswende zu verhindern. Das mag Ihnen momentan noch etwas weit hergeholt erscheinen, wird aber im Laufe des Abends deutlicher werden.

Jan Nordhoff, unser Hauptreferent, ist nicht der Einzige, der eine Untersuchung zur Verkehrsunfallberichterstattung durchgeführt hat, wobei Studien für Deutschland noch rar sind. Letztes Jahr ist eine Studie u.a. von Dirk von Schneidemesser erschienen, die zu dem Ergebnis kam, dass die Darstellung in der Unfallberichterstattung dazu verleite, die Schuld eher bei den ungeschützteren Verkehrsteilnehmer*innen zu sehen und den Fokus auf sie zu lenken. Das Verhalten der Pkw- und LKW-Fahrenden dagegen werde oft entschuldigend dargestellt. Dann ist z.B. mitfühlend die Rede von „schlechten Sichtverhältnissen“, nicht aber von der an diese schlechten Sichtverhältnisse nicht angepassten Fahrweise.

Aktuelles Beispiel vom 5. bzw. 6.3.2026:

Schneidemesser, der Autor der Studie, ist in seiner Sprache recht klar: „Wir leben heute mit einem Massaker, das sich aus Einzelfällen summiert“ fasst er die Lage auf den Straßen zusammen. Er spricht von „Verkehrsgewalt“, um auszudrücken, dass Verkehr durch seine Geschwindigkeiten, Energien und Gewichte ein Gewaltpotential enthält. Dieses Gewaltpotential hat lt. Statistischem Bundesamt im Jahr 2025 genau 2.814 Menschen das Leben gekostet und damit noch 2% mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Verletzten blieb 2025 im Vergleich zum Vorjahr mit 366.000 in etwa gleich, wobei immerhin die Zahl der Schwerverletzten um 4% auf 48.400 zurückging.

Im Jahr 2024 ist an der Uni Wien die Masterarbeit von Luis Nacken zur Unfallberichterstattung erschienen. Er stellt u.a. heraus, dass a) die Berichterstattung in den Lokalzeitungen in ganz Deutschland erstaunlich homogen ist und dass b) Verkehrskollisionen nicht unter der Perspektive der Öffentlichen Gesundheitsvorsorge betrachtet werden.

Uns geht es also darum, diese Verkehrsgewalt zu minimieren. Und es gäbe durchaus viele Maßnahmen, die dabei helfen würden, von Infrastrukturmaßnahmen wie der baulichen Trennung der Flächen für Rad- und Autoverkehr oder sicheren Kreuzungen über Tempolimits oder kleinere Autos bis hin zu weniger Nachsicht bei der Ahndung von rücksichtslosem und Poser-Benehmen im Straßenverkehr. Eine Maßnahme ist aber auch, die Verkehrsberichterstattung zu verändern, denn sie bestätigt immer wieder die fehlgeleitete Interpretation, dass sich Kollisionen nicht vermeiden ließen. Sie werden unter dem Titel „Unfall“ als schicksalhaftes Geschehnis, das einem nunmal widerfährt, eingeordnet.

Die Sprache spielt eine wesentliche Rolle dabei, welches Urteil wir über Kollisionen fällen, worin die Ursache des Unfalls liegt, und was wir dagegen tun können bzw. ob wir etwas zur Vermeidung tun können. Erst wenn wir als Gesellschaft das begreifen und unsere Einstellung gegenüber der täglichen Verkehrsgewalt ändern, werden wir auch konkrete Maßnahmen angehen können. Genau deshalb machen wir diese Veranstaltung.

Unseres Erachtens trägt die Art der Berichterstattung neben der traditionell autozentrierten Kultur in Deutschland mit dazu bei, dass den Todes- und Verletztenzahlen im Verkehrssektor kaum Beachtung geschenkt wird. Sie werden einfach als gegeben hingenommen. Und das ist u.E. inakzeptabel.

Wir werden gleich Herrn Nordhoff, den Leiter der Führungsstelle Direktion Verkehr der Bielefelder Polizei hören, der seine Studie vorstellen wird. Daran schließt sich ein weiterer kürzerer Informationsblock an. Herr Bensch, Pressesprecher der Kreispolizei im Mühlenkreis, wird skizzieren, wie es eigentlich von der Kollision auf der Straße zu einer Presseinformation der Polizei kommt. Anschließend werden Frau Niemeyer, die Leiterin des Lübbecker Büros des Westfalen-Blattes, und Herr Hartmann, der Leiter des Lübbecker Büros der Neuen Westfälischen erläutern, wie Kollisionsberichte in die Tagespresse kommen. Darauf folgt dann die gemeinsame Diskussion, an der alle Referent*innen teilnehmen. Außerdem kommt noch Kea Eichler, die Leiterin der Direktion Verkehr der Kreispolizeibehörde Minden-Lübbecke dazu. In diesem Teil haben Sie als Publikum dann auch die Möglichkeit, sich einzubringen.

Bevor ich nun das Wort an Herrn Nordhoff übergebe, möchte ich einen letzten Hinweis loswerden: Wir wissen, dass das Thema Unfallberichterstattung bei vielen Menschen mit sowohl körperlichen als auch seelischen Verletzungen verbunden ist. Und diese Verletzungen dürfen auch in der Diskussion zum Ausdruck kommen. Wir möchten aber hier heute eine Diskussion haben, die nicht von Vorwürfen und Schuldzuschreibungen geprägt ist. Wir möchten gemeinsam Methoden und Wege diskutieren, die Berichterstattung nachhaltig zu verbessern. Das kann nur geschehen, wenn wir offen sind und das bedeutet, dass hier ein geschützter Raum sein soll, indem Vorwürfe keinen Platz haben.

Ich möchte mich vor allem bei Herrn Bensch, Frau Niemeyer und Herrn Hartmann bedanken, dass sie hier zur Verfügung stehen. Denn naturgemäß ist diese Veranstaltung und sind die Studien ja durchaus eine Kritik nicht an Ihnen direkt, aber an dem, was Menschen in ihren Funktionen praktizieren. Ich verweise nochmal auf die eingangs erwähnte Studie, die innerhalb der deutschen Lokalzeitungen keine nennenswerten Unterschiede ausgemacht hat. Wir betrachten heute also kein lokales oder regionales Phänomen, aber wir können auf lokaler und regionaler Ebene etwas daran ändern.

Links zu weiteren Artikeln zum Thema:

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Neuigkeiten Presse

Framing in der Verkehrsunfallberichterstattung durch Polizei und Medien

am 05.03.2026 um 18:30 Uhr im Lübbecker Alten Amtsgericht

Hauptreferent ist Polizeioberrat Jan Nordhoff, Leiter der Führungsstelle Direktion Verkehr der Bielefelder Polizei. Er hat sich 2023 in seiner Masterarbeit an der Deutschen Hochschule der Polizei intensiv damit befasst, welche sprachlichen Muster sich immer wieder in Presseberichten über Verkehrskollisionen zeigen und welche Folgen das hat.

In keinem Bereich werden in die
Tausende gehende Todeszahlen mit so viel Achselzucken begleitet, wie im Bereich Verkehr.

Petra Spona, Sprecherin der Initiative pro Fahrrad

wird erläutern, wie, wann und warum es überhaupt von Kollisionen auf der Straße zu einem Pressebericht der Polizei kommt.

werden darlegen, wie Berichte den Weg in die Tagespresse finden. Friederike Niemeyer beschreibt das Dilemma der Presse darin, dass Journalisten selbst dann, wenn sie sogar selbst am Unfallort sind,meist nicht nah genug am Geschehen seien. Stellen sich Sachverhalte dann nach einigen Tagen anders dar als es zunächst den Anschein hatte, so seien Folgeberichterstattungen
meist nur in Ausnahmen möglich. Dabei gibt es sowohl für die Polizei als auch die Presse Vorgaben für die Berichterstattung über Verkehrsgeschehnisse. Dabei gibt es sowohl für die Polizei als auch die Presse Vorgaben für die Berichterstattung über Verkehrsgeschehnisse.

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Rudelradeln im November 2025