Am Mittwoch, den 18. November 2026, ist die mehrfach ausgezeichnete Sachbuchautorin und Verkehrsaktivistin Katja Diehl aus Hamburg zu Gast in Lübbecke. Die Podcasterin („SheDrivesMobility“) machte spätestens 2022 mit ihrem Buch „Autokorrektur – Mobilität für eine lebenswerte Welt“ auf sich aufmerksam. Unter diesem Titel mit besonderer Berücksichtigung der Situation im ländlichen Raum wird sie auch den Abend in Lübbecke gestalten. Ihr großes Thema ist es, den Menschen in den Mittelpunkt der Mobilität zu stellen. Bei der Veranstaltung im „Freiraum 54“ nimmt Katja Diehl uns mit in ihre Vision einer menschenfreundlichen und klimagerechten Zukunft.

Mobilität für alle – mit und ohne Auto
Katja Diehl setzt sich dafür ein, dass alle Menschen selbstbestimmt mobil sein können, ganz gleich ob sie Auto fahren. Dazu gehören für sie auch diejenigen Menschen, die gerne aus dem Blick geraten, die aber einen großen Teil der Gesellschaft ausmachen: Menschen, die kein Auto fahren können, dürfen oder wollen wie Kinder und Jugendliche, Menschen mit Einschränkungen, aber auch Menschen die sich kein Auto leisten können. Katja Diehl schwebt eine Gesellschaft vor, die ein gutes Leben und Mobilität für alle Menschen bietet – mit und ohne Auto.
Bild: Marc Eckardt
Drei Veranstalter und ein Förderer
Gemeinsam eingeladen haben drei Vereine des Mühlenkreises: der ADFC Minden-Lübbecke, der Initiative pro Fahrrad Lübbecke e.V. und des Klimabündnis im Mühlenkreis e.V.
Rainer Rohrbeck vom Klimabündnis erklärt, warum: „Es ist bekannt, dass eine Verkehrswende vor allem auf die Gesundheit und das Klima positiv wirken würde. Katja Diehl macht aber darüber hinaus deutlich, dass durch die Art, wie wir unseren Verkehr gestalten, auch soziale Benachteiligungen zementiert oder reduziert werden.“
Lisa Niermann vom ADFC weist darauf hin, dass soziale Spannungen zu gesellschaftlichen Konflikten führen und führt aus: „Die jahrzehntelange Bevorzugung des Autos hat immer mehr Raum in den Städten dem Auto zugewiesen. Damals waren Straßen Ort des Gesprächs, des Kinderspiels und zugleich der Fortbewegung. Heute sind diese Nutzungsformen durch das Auto verdrängt.“
Es geht nicht darum, Menschen am Autofahren zu hindern oder ihnen den Weg dazu zu verbauen. Es geht darum, dass jeder das Recht haben soll, auch ohne eigenes Auto mobil zu sein und dies auch zu können.
Petra Spona, Sprecherin Initiative pro Fahrrad Lübbecke e.V.
Auch die Initiative pro Fahrrad sieht in der Perspektive von Katja Diehl einen wichtigen Aspekt für eine Kurskorrektur, so Petra Spona, Sprecherin der Initiative: „Es geht nicht darum, Menschen am Autofahren zu hindern oder ihnen den Weg dazu zu verbauen. Es geht darum, dass jeder das Recht haben soll, auch ohne eigenes Auto mobil zu sein und dies auch zu können. Diesem Recht muss eine sozial und nachhaltig ausgerichtete Verkehrspolitik den Weg ebnen. Ein erstes Umdenken ist da, aber wir haben noch einen langen Weg vor uns.“
Die Veranstaltung ist kostenlos und findet am 18. November ab 18 Uhr im Freiraum 54 an der Osnabrücker Straße statt. Ermöglicht wird die Veranstaltung vor allem durch die großzügige Spende der Volksbank Plus eG. Daniel Lenze, Vorstand Produktion und Steuerung der Volksbank Plus eG, erklärt:
Als regional verwurzelte Genossenschaftsbank übernehmen wir Verantwortung für die Zukunft unserer Region. Gerade im ländlichen Raum sind nachhaltige Mobilitätsangebote wichtig für Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe. Deshalb unterstützen wir gerne den Dialog über innovative und klimafreundliche Mobilitätslösungen.
Daniel Lenze, Vorstand Volksbank Plus eG









